Partnerschaften – Therapie und Reflexion

Eine glückliche Beziehung © detailblick - Fotolia.com

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Das Führen einer langfristigen Paarbeziehung ist eine der schwierigsten Aufgaben im Leben eines Menschen. Gerade in der heutigen Gesellschaft, die weniger religiös ist und weniger gesellschaftliche Normen vorschreibt, verschwindet für den Einzelnen auch ein Stück Halt im Leben. Therapeuten und Seelsorger helfen den Menschen dabei mit ihrer Situation als Einzelner und auch in einer Liebesbeziehung zurecht zu kommen. Schon eine Kindheit in einer sicheren Gebundenheit ist ausschlaggebend dafür, wie ein Mensch mit einer Paarbeziehung umgeht. Es ist nicht immer einfach, seine eigene Autonomie mit der Nähe zu einer anderen Person zu vereinbaren. Allerdings ist der Mensch generell auch in diesem Punkt lernfähig.

Wichtig in einer Beziehung sind vor allem eine gute Kommunikation und ein Bewusstsein über die jeweils persönliche Geschichte, gegenseitiger Respekt, gemeinsame Rituale und Tätigkeiten und auch kleine Gesten der Liebe und Zärtlichkeit. Allerdings betonen Paartherapeuten auch, dass man nicht alles immer zusammen machen muss. So werden unnötige Konflikte vermieden und beide Parter können ihren Interessen nachgehen. Denn es finden sich schließlich auch grundverschiende Menschen manchmal in einer Paarbeziehung wieder. Da ist es wichtig, gelassen mit der Andersartigkeit des Partners umzugehen und sich immer wieder zu erinnern, warum sie in der Beziehung sind und sich immer wieder für den Partner zu entscheiden.

Eine Trennung sollte zwar ein letzter Ausweg sein, doch auch bei der Paartherapie kein Tabu sein. Sie ist weiterem Schmerz unbedingt vorzuziehen.

Paartherapien werden von vielen Stellen angeboten und man sollte in ihnen über alles reden können. Auch in der katholischen Eheberatung sollte zum Beispiel die Sexualität nicht ausgespart werden, auch nicht in Ehevorbereitungsseminaren.

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