Die Pubertät der Kinder ver – und überstehen

Wie schön ist es doch, Kinder zu haben. Es ist ein wundervolles Gefühl, mitanzusehen, wie der oder die Kleine im Kinderbettchen schlummert, ihre ersten Schritte macht und die ersten Worte dahinmurmelt. Und dann der Stolz, wenn der Nachwuchs in die Schule kommt, an Theateraufführungen mitwirkt und im Sportverein Pokale holt. Doch auch die harmonischste Familie wird in der Pubertät von einer heftigen Schockwelle getroffen.

Da fällt es den Eltern gar nicht mehr so leicht, ihr „kleines Baby“ liebzuhaben. Dennoch sollten sie gerade in dieser Zeit unglaublich viel Verständnis aufbringen und sich daran erinnern, dass auch sie einmal die Phase des Erwachsenwerdens durchlebt haben.

Für Jugendliche ist es keine leichte Zeit: der Körper verändert sich, die Stimme schwankt, die Gefühle fahren Achterbahn. Zudem ist man hin- und hergerissen zwischen der Welt der Kinder und der der Erwachsenen. Der Charakter wandelt sich oft. Wer ein munteres, plapperndes Kind war, kann zum grübelnden Nachdenker werden. Verschlossene und schüchterne Kinder mutieren mit einem Mal zu echten Selbstdarstellern.

Wie auch immer ein Kind sich verändert, es muss dabei die volle Unterstützung und das Vertrauen der Eltern genießen, die ihm signalisieren, dass das, was mit ihm geschieht, völlig normal ist. Allerdings ist es wichtig, nicht alles zu tolerieren. Gerade heranreifende Jugendliche probieren oft aus, wie weit sie gehen können. An dieser Stelle müssen von den Eltern Grenzen aufgezeigt werden.

Ein großer Fehler, der jedoch immer wieder gemacht wird, ist alles durch die Pubertät zu erklären: schlechte Noten – Pubertät. Heimliches Rauchen – Pubertät. Bedenken sollte man, dass auch andere Faktoren sich auf das Verhalten des Kindes auswirken: mögliche Probleme innerhalb der Familie, der Wunsch nach Anerkennung, eine neue Clique.

Daher ist es die falsche Lösung, einfach die Pubertät als Erklärung für alles vorzuschieben. Auch, wenn es in dieser Zeit nicht leicht ist: man sollte mit dem Kind reden. Wer den Zugang zum Sohn oder zur Tochter verliert, der hat es schwer, mit Respekt behandelt zu werden.

 

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